Gestaltung
Ein Garten ist niemals wirklich fertig...

Der Vorgarten

 

Der Eingansbereich repräsentiert die Bewohner des Hauses. Er heißt unsere Besucher „Willkommen“. Neben dem Zugang zum Haus sind hier in der Regel auch eine Garagenauffahrt, sowie  Park- und Grünflächen vorhanden.

In unserem Fall erreicht man durch das alte Gartentor den hinteren Gartenraum sowie eine Abstellfläche für Mülltonnen, die gut versteckt hinter einer Begrünung verschwinden.

Der Weg zum Haus, der links über die Parkfläche erfolgt, wird flankiert von einem alten Buxus rotundifolia Hochstamm und straßenseitig von einer roten, winterblühernden Zaubernussart  (Parrotia persica 'Vanessa'). 

Die große Pflanzfläche vor dem Haus lässt Raum für eine alte Sandsteinsspitze  umramht von Rhododendron und eine Wasserschale mit einjährigen Schwimmpflanzen. Bodendecker (Waldsteinia ternata), Gräser (Penissetum compressum), Blumenzwiebeln und eine Samthorensie (Hydrangea sargentiana).

Natursteinmauern aus bergischer Grauwacke begrenzen kleine Hochbeete und bereichern die Höhenstruktur des Gesamtbildes. Altes Natursteinpflaster gibt dem ganzen einen romantisch, morbiden Charme.

Rechts neben der Zufahrt entstand aus einem alten, hölzernen Weinfass ein Sichtschutzzaun, der den Mülltonnenbereich zur Straße begrenzt. Flankiert von Eiben (Taxus baccata), portugisichem Kirschlorbeer (Prunus lusitanica) und einem Felsenbirnen-Solitär (Amelnachier lamarkii).

Alles zusammen zeigt ein harmonisches Gartenbild, dass reizvoll jede Jahreszeit präsentiert.

Der Weg in den Garten

 

Durch das antike Gartentor erreicht man, entlang einer Glanzmispelhecke (hinter der die Mülltonnen versteckt sind) und einem alten Gewächshaus, den hinteren Gartenraum. Das ehemalige, wintergartenähnliche Gewächshaus ist an die Garage angegebaut und dient neben der Lagerung von Kaminholz und Gartengerätschaften als Aussenküche. Eine alte Wäschespüle, sowie ein Gasbrenner ermöglichen die Zubereitung von Speisen. Bei Gartenfesten wird hier das Buffett hergerichtet und die Getränke gereicht.

Ein „Werkplatz“mit Zugang zu Garage und Keller, begrenzt von einem Dichtzaun und geschützt durch eine Bambuspflanzung ermöglicht jede Art von Arbeiten im Aussenraum. Sei es „holzmachen“, Fahrräder reparieren, oder…  Auch eine Handschwengelpumpe befindet sich hier um das Regenfass ggf. zu füllen.

Zum Nachbarn hin ist der Raum mit Sideboard und Spiegel, ähnlich einer Diele, das Entree in den Wohn-Garten.

Wohnen im Garten

 

Auf Höhe der Gartenpumpe öffnet sich der Gartenraum mit einem ersten Blick auf unseren Hausbaum, einen Trompetenbaum (Catalpa binonioides), die Königin des Gartens.

Gestaltungsziel war, das kleine Grundstück mithilfe eines selbstgestaltetes Gartenhauses auf der gegenüberliegenden Seite des Wohnhauses in einen Innenhof zu verwandeln, in dessen Mitter der Trompetenbaum als Schattenspender die Sommermonate erträglich machen sollte.

 

Das Gelände fällt ca. 30cm  von der Terrasse aus Richtung Gartenhaus. Das veranlasste uns die unterschiedlichen einzelnen Räume durch Stufen zu trennen.

Es ist schon erstaunlich, wie anders der Garten von dem tiefliegenden Sitzplatz aus erscheint oder wie riesig der Raum über die Sichtachse vom Feuerkorb zum Gartenweg wird.

 

Wie in einer Wohnung entstanden unterschiedliche Räume.

Angefangen mit einem Essplatz, einem Wohnzimmer, einem Schlafplatz bis hin zu einem Kaminzimmer („Feuerkorb“), einem Ruheraum im Gartenhaus sowie der Außenküche im ehemaligen Gewächshaus.

Je nach Jahreszeit oder Sonnenstand werden die Räume vertauscht und so unseren Wünschen gemäß genutzt. Auch änderte sich das Mobiliar und die Dekoration im Laufe der Jahre. Im Garten ist immer alles in Bewegung.

Dekoration

 

Auch hier hat die Zeit Vorlieben gezeigt. Alte Granitsteintröge wurden als Wasserspiel inszeniert. Terrakotta-Gefäße, Glasobjekte und rostige Leuchter sind das Ergebnis vieler Besuche auf Trödel- und Antikmärkten. Spiegel im Garten projizieren Gartengemälde auf die Wand. Figuren und Gefäße aus Stein und Rost runden dass Ganze ab und bereichern jeden Raum sowohl im Gesamten als auch im Detail. Hängeleuchter im Baum (von uns selbst kreiert), Windlichter und elektrische Beleuchtung lassen den Garten nicht nur am Abend, sondern auch im Winter leuchten.

So entstehen Gartenbilder die wie komponierte Gemälde erscheinen.

Bepflanzung

 

Das Grundstück ist süd-westlich ausgerichtet. Durch den zentralen Baum handelt es sich inzwischen um eine halbschattige Lage.

Ziel war eine Bepflanzung, die es uns ermöglichte, neben der natürlich anfallenden Arbeit im Garten leben und wohnen (lesen, essen, feiern, schlafen usw.) zu können.

Unsere Auswahl beschränkte sich auf, zum Teil immergrüne Pflanzen und Bodendecker, die kein ständiges hacken und jäten verlangen und im Winteraspekt Berücksichtigung finden.

Ausserdem stehen die Blätter mit ihren unterschiedlichen Grüntönen und Formen im Vordergrund. Im Laufe der Jahre hat sich für uns gezeigt, dass weiße Blütenpflanzen in der halbschattigen Lage die gewünschte Harmonie und Ruhe ausstrahlen und Ihre Leuchtkraft voll entfalten.

Bambus (Phylostachys in Arten) mit seinem hellen Laub, lässt die dunklen Grüntöne von Buxus, Taxus und Kirschlorbeer nicht dominieren. Blütenhegölze wie Rosen, Brauspieren (Spiraea) und Hortensien (Hydrangea 'Annabell' und petiolaris) werden von immergrünen Bodendeckern wie Waldsteinia ternata und Elfenblumen (Epimedium) umrahmt. Aufgelockert werden die Pflanzungen mit Funkien (Hosta in Arten), Gräsern und Frauenmantel (Alchemilla mollis) sowie Blumenzwiebeln (Allium, Crocus, Schneeglöckchen etc.). Pflanzgefäße aus Terracotta und Zink, bepflanzt mit Saisonpflanzen und Kräutern dienen als Raumbildner.

Auch hier entstehen Pflanzenbilder die wie komponierte Gemälde erscheinen.

Hinweise und Links:

Bergische Gartentour 2018

Unsere
Termine 2019

sind

15./16. Juni
11:00 bis 18:00


So 15. September
11:00 bis 18:00


7./8. Dezember
15:00 bis 19:00



  copyright © PANTHENs Garten 2014 - 2019